Ihre Praxis für Gefäßchirurgie im Herzen von Luxemburg

Sie und Ihre Gesundheit stehen bei uns – Ihren Ärztinnen und Ärzten der Chirurgie Vasculaire Kirchberg – im Mittelpunkt. Als langjährig praktizierende Fachärztinnen und Fachärzte für Gefäßchirurgie zeichnen wir uns durch ein ausgesprochen hohes Maß an Erfahrung, Kompetenz, Qualität und Persönlichkeit aus.

In der Abteilung für Gefäßchirurgie des Hôpital Kirchberg bieten wir unseren Patientinnen und Patienten neueste diagnostische sowie therapeutische Verfahren sowie ein umfassendes Leistungsspektrum auf höchstem medizinischen Niveau.

Wir möchten, dass Sie sich bei uns gut aufgehoben fühlen und streben zum Wohle Ihrer Gesundheit stets die beste individuelle Lösung an. Dafür nehmen wir uns viel Zeit und betreuen Sie kontinuierlich von der ersten Untersuchung bis zur erfolgreichen Behandlung.

Kontakt

Chirurgie Vasculaire Kirchberg
Hôpital Kirchberg
9, rue Edward Steichen
L-2540 Luxemburg

Telefon +352 24684160
(08h00-17h00)
Fax +352 24684163

info@chirurgievasculaire.lu

Sprechstunden

Mo. 13h00-14h30 (Dr. Grotemeyer)

Di. 10h30-13h00 (Dr Manzoni)

Di. 13h00-15h00 (Dr. Honig)

Mi. 13h00-17h00 (Dr. Grotemeyer)

Do. 9h00-12h30 (Dr. Honig)

Do. 12h30-17h00 (Dr Manzoni)

Und nach Vereinbarung

So kommen Sie zu uns

Anfahrt mit dem Auto:

  • Aus dem Osten und Süden A1, aus dem Norden A7, dann jeweils Ausfahrt 8 Richtung Luxembourg-Centre, rechts Richtung Bd Pierre Werner, folgen bis Rue Joseph Leydenbach, dort Einfahrt Tiefgarage des „Hôpital Kirchberg“

  • Aus dem Aus dem Westen/dem Zentrum N1 oder N51 bis jeweils Rue Joseph Leydenbach, dort Einfahrt Tiefgarage des „Hôpital Kirchberg“

Anfahrt mit öffentlichen Verkehrsmitteln:

  • Bus: Linie 7, 12, 21, 26, 248, Haltestelle „Hôpital Kirchberg“, 88 Meter entfernt, 2 min Gehstrecke

  • Bus: Linie 11 und 303 bis Haltestelle „Kirchberg, Hugo Gernsback“, 650 Meter entfernt, 9 min Gehstrecke

  • Tram: Haltestelle „Alphonse Weicker“, 477 Meter entfernt, 7 min Gehsrecke

  • Tram: Der Parkplatz Glacis Luxembourg (1€ pro Stunde) ist 270m von der Tram-Haltestelle „Limpertsberg, Theater“ entfernt, von dort 7 Stationen (11min) bis Haltestelle „Alphonse Weicker“

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Wir melden uns in Kürze bei Ihnen.

Spezialisten für Gefäßmedizin, die Ihren Job lieben

Unsere Ärzte

Priv.-Doz. Dr. med. Dirk Grotemeyer

Ausbildung

  • Ausbildung zum Rettungssanitäter

    Dortmund, Deutschland 02/1986-09/1987

  • Studium der Humanmedizin

    Medizinische Universität Düsseldorf, Kiel und Aachen, Deutschland 10/1987-10/1994

  • Kontaktstudium Gesundheitsökonomie

    European Business School ebs, Schloss Reichartshausen, Oestrich-Winkel im Rheingau, Deutschland 06/1999-04/2000

Ärztliche Tätigkeit

  • Service de Chirurgie Vasculaire

    Hôpital Kirchberg, Luxemburg, seit 01/2010

  • Oberarzt Gefäßchirurgie

    Klinik für Gefäßchirurgie und Nierentransplantation, Universitätsklinikum Düsseldorf, Deutschland 10/2006-12/2009

  • Wissenschaftlicher Mitarbeiter

    Klinik für Gefäßchirurgie und Nierentransplantation, Universitätsklinikum Düsseldorf, Deutschland 04/2001-09/2006

  • Assistenzarzt in Facharztausbildung Chirurgie

    Abteilung für Chirurgie, Allgemeines Krankenhaus Viersen, Deutschland 11/1999-03/2001

  • Assistenzarzt in der Facharztausbildung Chirurgie

    Abteilung für Chirurgie, Akademisches Lehrkrankenhaus Marien-Hospital Düsseldorf, Deutschland 06/1996-09/1999

  • Assistenzarzt in der Facharztausbildung Chirurgie

    Abteilung für Herz-, Thorax- und Gefäßchirurgie, St.-Johannes-Hospital Dortmund, Deutschland 09/1995-05/1996

  • Junior House Officer

    Department of Surgery, Law Hospital NHS Trust, Carluke, Scotland 02/1995-07/1995

Fachärzte

  • Facharzt für Gefäßchirurgie 05/2004

  • Europäischer Facharzt für Chirurgie des European Board of Surgery Qualification (EBSQ Surg) 08/2001

  • Facharzt für Chirurgie 08/2000

Fachkunden

  • Fachkunde im Strahlenschutz nach RöV

    für die Anwendungsgebiete: Interventionelle Therapie

  • Fachkunde Notfallmedizin

Zusatzweiterbildungen und -qualifikationen

  • Zertifikat "Endovaskulärer Chirurg"

    der Deutschen Gesellschaft für Gefäßchirurgie und Gefäßmedizin (DGG)

  • Leitung der Zertifizierungskommission an den Hôpitaux Robert Schuman, Luxembourg

    für „Anerkanntes Gefäßzentrum“ der Deutschen Gesellschaft für Gefäßchirurgie und Gefäßmedizin (DGG) und „Venen-Kompetenzzentrum“ der Deutschen Gesellschaft für Phlebologie

  • Weiterbildungsbefugnis der Ärztekammer des Saarlandes

    für den Common Trunc Chirurgie (12 Monate) und den Facharzt für Gefässchirurgie (48 Monate)

  • Maître de Stage Hospitalier für Allgemeinmedizin

    an der Universität Luxembourg

  • Councillor für Luxembourg in der European Society for Vascular Surgery ESVS

    seit 01/2019

  • Lehrbeauftragter Chirurgie an den Hôpitaux Robert Schuman, Luxembourg als Akademisches Lehrkrankenhaus der Medizinischen Fakultät Innsbruck, Österreich

    seit 03/2019

  • Fellow of the European Board of Vascular Surgery (FEBVS), Prüfer für das Europäische Facharztexamen

    seit 03/2013

  • Lehrbeauftragter Chirurgie an den Hôpitaux Robert Schuman, Luxembourg, als Akademisches Lehrkrankenhaus der Medizinischen Fakultät Mannheim der Universität Heidelberg, Deutschland

    seit 03/2011

Promotion

  • Zum Thema: "Der Effekt der Migräneprophylaktika Flunarizin, Indometacin und Clonidin auf die exterozeptiven Suppressionsperioden der Aktivität des Musculus temporalis“ an der Neurologischen Klinik der Christian-Albrechts-Universität Kiel, Deutschland 06/1996, Doktorvater: Prof. Dr. med. Günther Deutsch

Habilitation

  • Habilitation und Erteilung der venia legendi durch die Medizinische Fakultät der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf, Deutschland 06/2010 Monographie: "Die Rolle der Toll like Rezeptoren in der operativen Gefäßmedizin: Systemische Inflammation und deren Präkonditionierung beim Ischämie/Reperfusionsschaden im Mausmodell"
    (http://docserv.uniduesseldorf.de/servlets/DocumentServlet?id=9003)

Mitgliedschaften bei Fachgesellschaften

  • Mitglied der Luxemburger Ärztekammer (Collège Médical)

  • Mitglied der Deutschen Gesellschaft für Gefäßchirurgie und Gefäßmedizin (DGG)

  • Mitglied der Deutschen Gesellschaft für Chirurgie (DGC)

  • Mitglied der Deutschen Gesellschaft für Phlebologie (DGP)

  • Mitglied der European Society for Vascular Surgery (ESVS)

  • Mitglied im Vorstand von Luxembourg Transplant

    seit 12/2010

Spezialisierung

  • Offen chirurgische und endovaskuläre Therapie der peripheren arteriellen Verschlusskrankheit

  • Carotischirurgie

  • Offene Aortenchirurgie bei Aneurysmen und arterieller Verschlusserkrankung

  • Endovaskuläre Therapie thorakaler und abdomineller Aortenaneurysmen

  • Chirurgische Therapie viszeraler Kompressionssyndrome

  • Chirurgie von Krampfadern

  • Therapie chronischer Wunden inklusive des diabetischen Fußsyndromes

  • Anlage von Dialysezugängen

Dr. med. Susanne Honig

Frau Dr. Susanne Honig hat nach Abschluss des Medizinstudiums an der Universität Leipzig (Deutschland) im Jahre 2010 ihre chirurgische Ausbildung am Klinikum Aschaffenburg (Deutschland) in einer ungeteilten Klinik für Allgemein-, Viszeral- und Gefäßchirurgie begonnen. Dort erlangte Sie 2016 zunächst den Facharzt für Viszeralchirurgie und begann im Anschluss daran die Facharztausbildung Gefäßchirurgie.

Zur Erweiterung ihres gefäßchirurgischen Spektrums wechselte Sie 2017 an das renommierte Universitäre Herz- und Gefäßzentrum der Universität Hamburg Eppendorf (Deutschland), wo Sie 2019 den Facharzt für Gefäßchirurgie abschloss. Nachfolgend war Sie als Oberärztin sowie ab 2020 als geschäftsführende Oberärztin und ständige Stellvertreterin des Klinikdirektors tätig.

Ihr Hauptaufgabengebiet lag in der komplexen Aortenchirurgie mit besonderem Fokus auf Bindegewebserkrankungen und aortale Protheseninfektionen sowie der Behandlung viszeraler Gefäßerkrankungen.

Neben der offenen Gefäßchirurgie hat Sie auch ihre Kompetenzen im endovaskulären Bereich stetig ausgebaut und im Mai 2019 die Zusatzbezeichnung „Endovaskuläre Chirurgin“ der deutschen Gesellschaft für Gefäßchirurgie erworben.

In den vergangenen 13 Jahren ihrer chirurgischen Laufbahn erlangte Sie eine extrem breitgefächerte und exzellente chirurgische Expertise und bietet heute das gesamte Spektrum der gefäßchirurgischen Therapie an mit besonderem Fokus auf Behandlung von Aortenerkrankungen, viszeraler Gefäßerkrankungen und der Anlage von Dialysezugängen.

Ausbildung

  • Studium der Humanmedizin

    Medizinische Universität Leipzig, Deutschland 01/2003-12/2009

Ärztliche Tätigkeit

  • Service de Chirurgie Vasculaire

    Hôpital Kirchberg, Luxemburg, seit 10/2021

  • Geschäftsführende Oberärztin Gefäßchirurgie

    Klinik für Gefäßmedizin, Universitäres Herz- und Gefäßzentrum Hamburg, Deutschland 07/2020-09/2021

  • Oberärztin Gefäßchirurgie

    Klinik für Gefäßmedizin, Universitäres Herz- und Gefäßzentrum Hamburg, Deutschland 01/2019-06/2020

  • Fachärztin in der Facharztausbildung Gefäßchirurgie

    Klinik für Gefäßmedizin, Universitäres Herz- und Gefäßzentrum Hamburg, Deutschland 10/2017-12/2018

  • Fachärztin in der Facharztausbildung Gefäßchirurgie

    Klinik für Allgemein-, Viszeral- und Gefäßchirurgie, Akademisches Lehrkrankenhaus Aschaffenburg, Deutschland 01/2016-09/2017

  • Assistenzärztin in der Facharztausbildung Viszeralchirurgie

    Klinik für Allgemein-, Viszeral- und Gefäßchirurgie, Akademisches Lehrkrankenhaus Aschaffenburg, Deutschand 01/2012-12/2015

  • Assistenzärztin im Common Trunc Chirurgie

    Klinik für Allgemein-, Viszeral- und Gefäßchirurgie, Akademisches Lehrkrankenhaus Aschaffenburg, Deutschland 01/2010-12/2011

Fachärzte

  • Fachärztin für Gefäßchirurgie 01/2019

  • Fachärztin für Viszeralchirurgie 01/2016

Fachkunden

  • Fachkunde im Strahlenschutz nach RöV

    für die Anwendungsgebiete: Röntgendiagnostik des Thorax, des Abdomens und des Gefäßsystems sowie Anwendung von Röntgenstrahlung bei Interventionen am Gefäßsystem

  • Teilnahme am folgenden DEGUM-zertifizierten Ultraschallkursen:


    Grund-, Aufbau- und Abschlusskurs Abdomen und Retroperitoneum (einschließlich Nieren) sowie Schilddrüse

    Interdisziplinärer Grundkurs der hirnversorgenden Arterien, peripheren Arterien und Venen und abdominellen/mediastinalen Gefäßen

    Aufbau- und Abschlusskurs CW-Doppler- und Duplexsonographie der peripheren Arterien und Venen, abdomineller und retroperitonealer Gefäße

    Aufbaukurs Doppler/Duplexsonographie extrakranieller hirnversorgender Gefäße

Zusatzweiterbildungen und -qualifikationen

  • Zertifikat "Endovaskuläre Chirurgin"

    der Deutschen Gesellschaft für Gefäßchirurgie und Gefäßmedizin (DGG)

  • Teilnahme am zertifiziertem Kurs Hygienebeauftragter Arzt

    Universitätsklinikum Charité Berlin, Deutschland

  • Teilnahme am Hands on Kurs Aspirationsthrombektomie (Indigo System), Rubi Coil (Penumbra Europe GmbH)

    Barcelona, Spanien

  • Teilnahme am Kurs TEVAR & Typ B-Dissection (Medtronic)

    Katharinenhospital Stuttgart, Deutschland

  • Teilnahme an den Kursen ACLS-Provider und ACLS-Resfresher

    Klinikum Aschaffenburg, Deutschland

  • Teilnahme am Kurs Chirurgische Intensivmedizin

    Universitätsklinikum Heidelberg, Deutschland

  • Teilnahme am Kurs Viszeralchirurgie Kompakt: Leberchirurgie der BDC-Akademie

    Universitätsklinikum Frankfurt am Main, Deutschland

Promotion

  • Zum Thema: „Symptomatik, chirurgische Therapie und postoperative Resultate sphenoidaler und spheno-orbitaler Meningeome – eine retrospektive klinische Studie“ an der Neurochirurgischen Klinik der Universität Leipzig, Deutschland 08/2011, Bewertung: Magna cum laude, Doktorvater: Prof. Dr. med. Jürgen Meixensberger

Mitgliedschaften bei Fachgesellschaften

  • Mitglied der Luxemburger Ärztekammer (Collège Médical)

  • Mitglied der Deutschen Gesellschaft für Gefäßchirurgie und Gefäßmedizin (DGG)

  • Mitglied der European Society for Vascular Surgery (ESVS)

Spezialisierung

  • Offen chirurgische und endovaskuläre Therapie der peripheren arteriellen Verschlusskrankheit

  • Carotischirurgie, cervikale Debranching-Operationen

  • Offene Aortenchirurgie bei Aneurysmen und arterieller Verschlusserkrankung

  • Endovaskuläre Therapie thorakaler und abdomineller Aortenaneurysmen

  • Gefäßprotheseninfektionen, mit besonderem Fokus auf aortale Protheseninfektionen

  • Interventionelle und offen chirurgische Therapie der akuten und chronischen Mesenterialischämie

  • Offen chirurgische Therapie viszeraler Aneurysmen

  • Offen chirurgische Therapie viszeraler Kompressionssyndrome

  • Chirurgie und Sklerosierungsbehandlung der Krampfadern

  • Therapie chronischer Wunden inklusive des diabetischen Fußsyndromes

  • Anlage von Dialysezugängen

Dr Daniel Manzoni

Außer Frage stand, dass Herr Dr Daniel Manzoni mit seinen 2,04 Metern Körpergröße seine Karriere zunächst als Basketballprofi in Luxemburg startete. Die Entscheidung zur Medizin zu wechseln, fiel ihm jedoch alles andere als schwer und heute ist er wohl der größte Luxemburgisch sprechende Gefäßchirurg.

Nach seiner viszeral, gefäß- und herzchirurgischen Anfangslaufbahn in Luxemburg, erweiterte er seine gefäßchirurgischen Kenntnisse in oberärztlicher Tätigkeit am Universitären Herz- und Gefäßzentrum der Universität Hamburg Eppendorf (Deutschland).

Dort beschäftigte er sich am Comprehensive Wound Center CWC zudem umfänglich mit chronischen Wunden, so dass er eine umfangreiche Expertise auf diesem Gebiet vorzuweisen hat.

Nach seiner mehrjährigen Arbeit in Deutschland zog es ihn in seine Heimat und die Stadt Luxemburg zurück. Heute ermöglicht ihm seine Ausbildung ein breitaufgestelltes gefässchirurgisches Fachwissen, wobei sein bevorzugter Fokus die endovasculäre Gefässchirurgie (peripher, viszeral und aortal), die komplexe Behandlung chronischer Wunden und die Zugangschirurgie für die Hämodialyse darstellen.

Ausbildung

  • Studium der Humanmedizin

    Centre Universitaire de Luxembourg, Luxembourg 10/1999-09/2000
    Heinrich-Heine Universität Düsseldorf, Deutschland 10/2000-05/2008

Ärztliche Tätigkeit

  • Service de Chirurgie Vasculaire

    Hôpital Kirchberg, Luxemburg, seit 08/2018

  • Funktionsoberarzt Gefäßchirurgie

    Klinik für Gefäßmedizin, Universitäres Herz- und Gefäßzentrum Hamburg, Deutschland 10/2015-04/2018

  • Assistenzarzt in Facharztausbildung Gefäßchirurgie

    Klinik für Gefäßmedizin, Universitäres Herz- und Gefäßzentrum Hamburg und Comprehensive Wound Center Universitätsklinikum Hamburg, Deutschland 06/2015-09/2015

  • Assistenzarzt in Facharztausbildung Gefäßchirurgie

    Kliniken für Gefäßmedizin, Viszeralchirurgie und Traumatologie, Centre Hospitalier du Kirchberg, Luxemburg 10/2012-03/2015

  • Assistenzarzt Herz- und Thoraxchirurgie

    Klinik für Herz- und Thoraxchirurgie, Institut national de Chirurgie Cardiaque et de Cardiologie Interventionnelle (INCCI), Luxemburg 11/2011-09/2012

  • Assistenzarzt Viszeral-, Gefäß-, Thorax- und Kinderchirurgie

    Centre Hospitalier du Kirchberg, Luxemburg 10/2008-10/2011

Fachärzte

  • Facharzt für Gefäßchirurgie 02/2018

Fachkunden

  • Fachkunde im Strahlenschutz

    für spezialisierte Ärzte im OP und in der interventionellen Radiologie

Zusatzweiterbildungen und -qualifikationen

  • Versuchstierkunde und tierexperimentelle Techniken

    Universitätsklinikum Hamburg, Deutschland

  • Teilnahme am Gore Practical Workshop: Case Planning - Practical EVAR

    Frankfurt am Main, Deutschland

  • Teilnahme am Gore Practical Workshop: Foundational Skills – Practical EVAR

    Eindhoven, Niederlande

  • Teilnahme am Vascular International: European Vascular Workshop

    Maastricht, Niederlande

  • Teilnahme am Vascular International: Offene und endovaskuläre Grundtechniken in der Gefäßchirurgie

    Stuttgart, Deutschland

  • Verleihung des “2011 CHL junior scientific exellence prize”

    Luxembourg, 01/2012

Mitgliedschaften bei Fachgesellschaften

  • Mitglied der Luxemburger Ärztekammer (Collège Médical)

  • Mitglied der Deutschen Gesellschaft für Gefäßchirurgie und Gefäßmedizin (DGG)

  • Mitglied der European Society for Vascular Surgery (ESVS)

Spezialisierung

  • Offen chirurgische und endovaskuläre Therapie der peripheren arteriellen Verschlusskrankheit

  • Carotischirurgie, cervikale Debranching-Operationen

  • Offene Aortenchirurgie bei Aneurysmen und arterieller Verschlusserkrankung

  • Endovaskuläre Therapie thorakaler und abdomineller Aortenaneurysmen

  • Interventionelle Therapie der akuten und chronischen Mesenterialischämie

  • Interventionelle Therapie viszeraler Aneurysmen

  • Chirurgie der Krampfadern

  • Therapie chronischer Wunden inklusive des diabetischen Fußsyndromes

  • Anlage von Dialysezugängen

Unsere Assistenzärzte

Marie Arnulf

Ärztin in Weiterbildung zur Fachärztin für Gefäßchirurgie

Sharone Keysa

Ärztin in Weiterbildung zur Fachärztin für Gefäßchirurgie

Sam Scolati

Arzt in Weiterbildung zum Facharzt für Unfallchirurgie und Orthopädie

Unsere Sekretärinnen

Modernster Ultraschall und vieles mehr — unsere Diagnostik

Diagnostik

Mit modernsten Geräten ermöglichen wir für Sie eine optimale und professionelle Abklärung Ihrer Beschwerden sowie die Durchführung aller Vorsorgeuntersuchungen. Zusätzlich zur Ultraschalluntersuchung, stehen im Hôpital Kirchberg folgende weitere diagnostische Verfahren zur Verfügung:

  • Knöcheldruckmessung und Oszillographie
  • Plethysmographische Analyse der kleinen Arterien der Finger und Zehen
  • Darstellung der Arterien und Venen mittels Computertomographie
  • Darstellung der Arterien und Venen mittels Magnetresonanztomographie
  • Darstellung der Arterien und Venen mittels digitaler Subtraktionsangiographie (DSA)
  • CO₂-Angiographie

    Die Abteilung für Gefäßchirurgie des Hôpital Kirchberg verfügt als einzige Abteilung in Luxemburg über eine CO₂-Angiographie, die Gefäßdarstellungen ohne Verwendung jodhaltiger Kontrastmittel ermöglicht. Damit können auch Patientinnen und Patienten mit Funktionsstörungen der Niere oder Schilddrüse sowie einer schweren Kontrastmittelallergie diagnostiziert und optimal behandelt werden.

Unsere Partner

  • Hôpitaux Robert Schuman
  • National Institute Surgery Cardiac et de Cardiologie Interventionnelle
  • Collège Médical
  • Société Luxembourgeoise de Chirurgie Vasculaire
  • European Society for Vascular Surgery
  • European Union of Medical Specialists
  • Deutsche Gesellschaft für Gefäßchirurgie und Gefäßmedizin
  • Deutsche Gesellschaft für Phlebologie
  • Berufsverband der Phlebologen e.V.

Von Aneurysma bis Zugangschirurgie – Behandlungs-spektrum von A-Z

Unser Leistungsspektrum

Gemeinsam bieten wir Ihnen das gesamte Spektrum der modernen Gefäßchirurgie. Dabei legen wir großen Wert darauf, Ihnen die Vor- und Nachteile sowie den Ablauf verschiedener Behandlungsmethoden verständlich zu vermitteln.

Als einzige Einrichtung in Luxemburg und als einzige ausländische Einrichtung wurde der Abteilung Gefäßchirurgie am Hôpital Kirchberg von der Deutschen Gesellschaft für Gefäßchirurgie die Zertifizierung „Gefäßzentrum DGG“ verliehen.

Die Abteilung für Gefäßchirurgie am Hôpital Kirchberg besitzt darüber hinaus die Zertifizierung „Venenkompetenzzentrum“ der Deutschen Gesellschaft für Phlebologie und des Berufsverband der Phlebologen e.V.

Ihr Patientenhandbuch

Liebe Patientinnen und Patienten,
Ihre aktive Mitarbeit am Behandlungsprozess ist für uns bedeutend und wertvoll!
Das nachfolgende Patientenhandbuch gibt Ihnen daher wichtige Informationen zu Ihrem Krankheitsbild und zeigt ihnen auf, welche Fragen Sie uns stellen und was Sie selbst zum Erhalt oder zum Wiedererlangen Ihrer Gesundheit beitragen können.
Bleiben dennoch Fragen offen, sprechen Sie uns jederzeit gern an!

Information zu einem Gefäßzugang für die Dialyse

Sehr geehrte Patientin, sehr geehrter Patient,

wir möchten Ihnen einige Informationen zur Verfügung stellen, so dass Sie sich auf die bei Ihnen geplante Anlage eines Gefäßzuganges zur Blutwäsche (Dialyse) optimal vorbereiten können.

Allgemeines:

Es wurde bei Ihnen die Notwendigkeit einer Dialysebehandlung festgestellt, die in der Regel dreimal wöchentlich durchgeführt wird (Turnus A: Montag, Mittwoch, Freitag; Turnus B: Dienstag, Donnerstag, Samstag). Um die Blutwäsche gewährleisten zu können, benötigen Sie einen dauerhaften Gefäßzugang. Dieser Gefäßzugang stellt Ihre „Lebensader“ dar und sichert die lebensnotwendige Blutwäsche.

Arten von Gefäßzugängen:

Die Methode der ersten Wahl für solch einen Gefäßzugang ist die offen-chirurgische Anlage einer sogenannten arterio-venösen Fistel (AV-Fistel) am Unterarm. Hierbei wird eine Kurzschlussverbindung zwischen einer Arterie (sauerstoffreiches Blut, hoher Druck) und einer oberflächlichen, gut zugänglichen Vene (sauerstoffarmes Blut, niedriger Druck) gelegt. Durch den niedrigen Druck in der Vene fließt das Blut mit geringem Widerstand von der Arterie in die Vene, welche sich daraufhin in den nachfolgenden Wochen und Monate im Durchmesser vergrößert und im Bereich der Venenwand verdickt. Dieser Prozess wird Reifung (Maturation) genannt. Diese vergrößerte Vene (sogenannte Shuntvene) ist gut sicht- und tastbar und kann daher im Rahmen der Blutwäsche einfach mit Nadeln angestochen werden.

Als Arm kommt in erster Linie der nicht dominante Arm, bei Rechtshändern also der linke Arm (und anders herum) infrage. Die Reifung dauert je nach den Ausgangsdurchmessern der Arterie und der Vene zwischen 8 und 12 Wochen. Daher ist der ideale Zeitpunkt für die Anlage einer AV-Fistel, wenn die Patientin/der Patientin noch keine Dialyse benötigt, diese aber absehbar mittelfristig erforderlich sein wird.

Sollten die Arterie und/oder die Vene am Unterarm für die Anlage einer AV-Fistel nicht geeignet sein, da sie zu schmächtig oder vorerkrankt (Gefäßverkalkung/Atherosklerose) ist, kann die Kurzschlussverbindung auch in der Ellenbeuge, am Oberarm oder am Oberschenkel vorgenommen werden.

In manchen Fällen ist am gesamten Arm keine geeignete Vene, jedoch eine passende Arterie vorhanden. In diesen Fällen kann eine unter die Haut eingesetzte Kunststoffprothese mit einer Arterie und Vene verbunden und anschließend für die Blutwäsche genutzt werden. Eine Reifung ist in aller Regel nicht erforderlich. Vor einer ersten Nutzung im Rahmen der Blutwäsche sollten die Operationswunden allerdings verheilt sein.

Sowohl die AV-Fistel als auch die Kunststoffprothese gehen aufgrund des stark gesteigerten Blutrückflusses zum Herzen mit einer erhöhten Herzbelastung einher. Eine vorbestehende Herzschwäche kann die Anlage solcher Gefäßzugänge daher verbieten.
In solchen Fällen und kann ein sogenannter Vorhofkatheter eingesetzt werden. Dafür wird über zwei kleine Schnitte am Hals und unterhalb des Schlüsselbeines ein Katheter in eine zum Herzen führende große Vene eingebracht. Die Spitze des Katheters kommt im rechten Herzvorhof zum Liegen. Unterhalb des Schlüsselbeines schaut der hintere Anteil des Katheters aus dem Körper heraus und wird für die Blutwäsche verwendet.
Ein Vorhofkatheter kann direkt im Anschuss an die Operation benutzt werden, weswegen er sich auch sehr gut eignet, wenn eine Dialyse kurzfristig notwendig wird und eine Gefäßzugang am Arm bis zu diesem Zeitpunkt noch nicht geplant wurde. Er kann ebenfalls eingesetzt werden, um die mehrwöchige Reifungszeit einer AV-Fistel zu überbrücken.

Prinzipiell gilt, dass jeder Gefäßzugang unter Vermeidung körperfremden Materials (Kunststoff) favorisiert werden sollte, da er erhebliche Vorteile hinsichtlich einer Vermeidung von Infektionen als auch hinsichtlich der Haltbarkeit bietet.

Beratungsgespräch bei Ihrer Fachärztin/Ihrem Facharzt:

Bei einem ausführlichen und vertrauensvollen Beratungsgespräch – inklusive einer Ultraschalluntersuchung der Venen – erfahren Sie alles Wissenswerte über die notwendige Vorbereitung, den Ablauf der Operation, die Nachsorge sowie mögliche Risiken und Komplikationen des geplanten Eingriffs. Sollten weitere Fragen auftreten können Sie uns selbstverständlich gern erneut kontaktieren.

Folgende Fragen sollten Sie beantworten können:

  • Wurden bei Ihnen in der Vergangenheit bereits ein Dialysezugang angelegt? Wenn ja, wann und was genau wurde durchgeführt?

  • Wie steht es um Ihre Gesundheit? Informieren Sie uns über eventuelle Erkrankungen, Unfälle oder chronische Leiden. Besteht eine Herzerkrankung? Liegt eine akute Infektion (COVID, Hepatitis, Grippe) vor?

  • Nehmen Sie regelmäßig Medikamente? Wenn ja, welche und in welcher Dosierung?

  • Nehmen Sie Medikamente zur Blutverdünnung ein? Wenn ja, welche und in welcher Dosierung?

  • Leiden Sie unter Allergien?

  • Haben Sie Blutgerinnungsstörungen?

Prästationäre Vorbereitung:

Noch vor Ihrer Operation erhalten Sie von uns auf dem Postwege Rezepte für eine Blutuntersuchung und einen COVID-PCR-Test (kann sich je nach aktueller Infektionslage ändern). Von der Narkosemedizin des Klinikums werden Sie über einen Termin zur Narkoseaufklärung informiert. Zu diesem Termin bitten wir Sie die Blutwerte mitzubringen.
Der COVID-PCR-Test muss 24-48 Stunden vor Ihrer Aufnahme im Krankenhaus erfolgen. Das negative Ergebnis bringen Sie bitte als Ausdruck oder digital zur Ihrer Aufnahme ins Krankenhaus mit. Sollte der Test positiv ausfallen, bitten wir Sie zu Hause zu bleiben und uns umgehend telefonisch über das positive Testergebnis zu informieren. Wir werden schnellstmöglich einen Ersatztermin für Ihre Operation organisieren.

Wir senden Ihnen zudem einen chirurgischen Aufklärungsbogen über die operative Maßnahme zu. Wir bitten Sie sich diesen Bogen eingehend durchzulesen und auszufüllen. Bitte bringen Sie den Aufklärungsbogen unbedingt zur Operation mit. Sollten noch Fragen bestehen, klären wir diese selbstverständlich noch vor Ihrer Operation.

Wichtig: Ist bei Ihnen die Anlage eines Gefäßzuganges am Arm geplant, sind in den Wochen vor der Operation Blutabnahmen am betroffenen Arm strickt zu unterlassen!

Stationärer Aufenthalt:

Jede Form des Dialysezuganges wird bei uns unter stationären Bedingungen und in Zusammenarbeit mit den Ärztinnen und Ärzten der Fachabteilung für Nierenheilkunde (Nephrologie) durchgeführt.
Die stationäre Aufnahme erfolgt in der Regel am Vortag des Eingriffs, insofern sich die Patientinnen und Patienten nicht ohnehin bereits aufgrund der Nierenerkrankung im Krankenhaus befinden.

Die Anlage eines Gefäßzuganges am Arm kann je nach vorliegenden Vorerkrankungen und dem Patientenwunsch in Vollnarkose oder regionalen Betäubung (Plexusanästhesie) durchgeführt werden. Bei letzterer sind die Patientinnen und Patienten wach und nur der betroffene Arm ist betäubt, so dass Sie keine Schmerzen empfinden. Welche Methode bei Ihnen durchgeführt werden soll, entscheiden Sie zusammen mit uns und der Narkosemedizin (Anästhesie).

Die Anlage eines Vorhofkatheters erfolgt regelhaft in Vollnarkose.

Bei Anlage einer AV-Fistel ist seitens der Operationswunden meist eine Entlassung am Folgetag möglich. Falls bei Ihnen ein Vorhofkatheter implantiert wurde, wird die regelrechte Funktionstüchtigkeit noch vor der Entlassung im Rahmen einer ersten Blutwäsche geprüft.

Nach Einsetzen einer Kunststoffprothese oder nach Korrektureingriffen an bestehenden Dialysezugängen sollten sie mit einem Aufenthalt von 5-7 Tagen rechnen.
Abhängig davon, ob die Ärztinnen und Ärzte der Abteilung für Nierenheilkunde (Nephrologie) weitere Untersuchungen und Behandlungen für Sie vorgesehen haben, kann sich der stationäre Aufenthalt noch verlängern.

Nachsorge:

Sie erhalten von uns Rezepte über Pflaster, Schmerzmittel und ggf. einen ambulanten Pflegedienst, der die täglichen Verbandswechsel durchführt.

Eine Wundkontrolle inklusive Zug der Hautfäden erfolgen in der Sprechstunde der Chirurgin/des Chirurgen die/der Sie operiert hat, in aller Regel etwa am 10.-12. Tag nach der Operation. Die Termine erhalten Sie vor Entlassung automatisch.

Das Duschen ist in der Regel erst nach Zug der Hautfäden erlaubt!

Sollten in den ersten Tagen nach der Operation Fieber, Schüttelfrost sowie starke Schmerzen oder Flüssigkeitsabsonderungen im Wundbereich auftreten, kommen Sie nach kurzer telefonischer Rücksprache über unser Sekretariat zu einer Kontrolle bei uns vorbei.

Der operierte Arm muss für circa zwei Wochen geschont werden.
Am operierten Arm dürfen keine Blutdruckmessungen und keine Blutentnahmen durchgeführt werden!

Durch den wirbelnden Blutfluss in der Shuntvene kommt es bereits initial nach der Anlage einer AV-Fistel zu einem charakteristischen "Schwirren der Shuntvene", was ohne medizinische Vorkenntnisse auch von Laien getastet werden kann.
Zu Hause sollte mehrfach täglich das Schwirren der Shuntvene durch die Sie oder Ihre Angehörigen kontrolliert werden, um mögliche Probleme frühzeitig erkennen zu können.

Die Reifung der Shuntvene kann durch Muskelarbeit der Hand, zum Beispiel durch wiederholtes Zusammendrücken eines Gummiballes, beschleunigt werden. Keine Sorge, Sie können hierbei nichts falsch machen, ein Zuviel an Übung ist nicht möglich!

Der Gefäßzugang wird durch uns sowie Ihren betreuenden Nierenfacharzt (Nephrologen) regelmäßig beurteilen. Zusammen entscheiden wir, wann der Gefäßzugang erstmals benutzt werden kann.

Trotz korrekter Punktionstechnik und optimaler Pflege der Gefäßzugänge bedarf es aufgrund der ständigen Manipulation im Rahmen der Dialyse im Laufe der Zeit oftmals operativer Korrekturen.

Es kann zu Einengungen (Stenosen) und Verschlüssen (Thrombosen) der Shuntvene oder der Kunststoffprothese kommen, welche operativ oder mittels Kathetertechniken (Angioplastie) behandelt werden müssen.

Gelegentlich können Erweiterungen der Shuntvene (Aneurysmen) auftreten, welche nicht in jedem Falle korrigiert werden müssen. Eine Korrektur ist jedoch erforderlich, wenn die Erweiterung eine entsprechende Größe erreicht hat oder es zu verlängerten Nachblutungen nach der Blutwäsche kommt.

Bei sehr hohen Blutflüssen in der Shuntvene, kann eine sogenannte Drosselung erforderlich werden, um eine Durchblutungsstörung der Hand und/oder eine Überlastung des Herzens zu vermeiden.

Unser oberstes Ziel ist es stets, eine AV-Fistel möglichst lange zu erhalten, da Ihr körpereigenes, zur Verfügung stehendes Venenmaterial begrenzt ist und Vorhofkatheter und Kunststoffprothesen stets als nachrangig anzusehen sind.

Durch unsere mehrjährigen Tätigkeiten an hochspezialisieren Shuntzentren in der Vergangenheit, konnten wir eine umfangreiche und exzellente Expertise in der Chirurgie von Dialysezugängen erwerben.
Jedes Problem Ihres Dialysezuganges werden wir in enger und geschätzter Zusammenarbeit mit den Kollegen der Nierenheilkunde rund um die Uhr und schnellstmöglich lösen, um Ihre lebensnotwendige Dialyse wieder gewährleisten zu können!

Informationen zu chronischen Wunden

Sehr geehrte Patientin, sehr geehrter Patient,

wir möchten Ihnen einige Informationen zur Verfügung stellen, so dass Sie sich über die bei Ihnen anstehende Therapie einer chronische Wunde optimal vorbereiten können.

Allgemeines:

Chronische Wunden sind von erheblicher sozioökonomischer Bedeutung und stellen Patienten und deren Ärztinnen und Ärzte meist vor große Herausforderungen. Die Einschränkung der Lebensqualität und der Leidensdruck der Patientinnen und Patienten ist meist hoch und die Versorgung erfordert einen hohen pflegerischen und medizinischen Aufwand.

Eine Wunde gilt als „chronisch“, wenn sie trotz ursächlicher und sachgerechter lokaler Behandlung innerhalb von 6-8 Wochen keine Heilungstendenz erkennen lässt.

Häufigste Ursachen für die Entstehung und Aufrechterhaltung chronischer Wunden sind die Spätfolgen einer tiefen Beinvenenthrombose, einer Funktionsuntüchtigkeit (Insuffizienz) der Venenklappen, einer Durchblutungsstörung der Beine (Atherosklerose), einer Zuckerkrankheit (Diabetes mellitus) oder einer chronischen Druckeinwirkung.

Am häufigsten treten chronische Wunden am Unterschenkel und Fuß auf und werden hier als „offenes Bein“, „Ulcus cruris“ oder „Ulcus pedis“ bezeichnet. Ist eine chronische Wunde auf eine Zuckerkrankheit zurückzuführen, wird diesemeist „Malum perforans“ genannt.

Eine effiziente Wundtherapie beginnt stets mit der Klärung der Krankheitsursache. Diese erfolgt nahezu immer mittels schmerzloser Diagnostik (Bluttests, Blutdruckmessung und Ultraschalluntersuchung der Beine).

Die Therapie hängt maßgeblich von der zugrundeliegenden Ursache ab und reicht von konsequenter Kompressionstherapie und einer Optimierung des Blutzuckers über eine Wiederherstellung der arteriellen Durchblutung, chirurgische Wundreinigung und Vakuumversiegelungstherapie bis hin zu hyperbarer Sauerstofftherapie und modernen, hochspezifischen Wundauflagen.

Wiederherstellung der Durchblutung:

Am gefährlichsten sind chronische Wunden infolge einer arteriellen Durchblutungsstörung. Diese gehen statistisch mit einer hohen Amputationsrate einher. Der Erhalt der Extremität und damit der Mobilität ist das höchste Ziel einer erfolgreichen Wundtherapie!

Um eine arterielle Durchblutungsstörung zu diagnostizieren sind zunächst eine Blutdruckmessung an den Armen und Beinen sowie eine Ultraschalluntersuchung erforderlich. Meist erfolgt ergänzend in Abhängigkeit der Nierenfunktion eine Computertomographie oder Magnetresonanztomographie zur Darstellung der Arterien, welche das Bein mit sauerstoffreichem Blut versorgen.

Finden sich Engstellen oder Verschlüsse der Arterien, wird eine auf Sie abgestimmte individuelle Therapiestrategie erarbeitet. Diese kann eine offen chirurgische Behandlung ("Ausschälplastik"), eine Gefäßaufweitung mittels Kathetern (Angioplastie) sowie eine Durchtrennung des Sympathikusnervs („Sympathikolyse“) beinhalten.

Kompressionstherapie:

Ist eine Venenerkrankung, wie zum Beispiel das Spätstadium einer Beinvenenthrombose oder eine Funktionsuntüchtigkeit der tiefen Venenklappen ursächlich für die chronische Wunde, ist eine konsequente Kompressionstherapie der Beine mit Kompressionsstümpfen der Kompressionsklasse II ein maßgeblicher Bestandteil des Behandlungserfolges, ohne den eine Abheilung der Wunde nicht zu erwarten ist. Alternativ können elastische Binden verwendet werden.

Durch den von Strümpfen und Binden ausgeübten Druck (Knöcheldruck von 23-32 mmHg) werden die Venen entlastet und der Bluttransport aus dem Bein zum Herzen verbessert.

Chirurgische Wundreinigung (Débridement):

Bei einer chirurgischen Wundreinigung wird unter lokal sterilen Bedingungen abgestorbenes oder entzündetes Gewebe mit einer Pinzette, einem scharfkantigen Löffel oder einem Skalpell entfernt. Dies kann je nach Schmerztoleranz des Patienten/der Patientin und Ausmaß der Wunde ohne Betäubung, unter örtlicher Betäubung oder in Vollnarkose im OP-Saal durchgeführt werden. Die Wunde kann auch mit einem unter hohem Druck appliziertem Wasserstrahl (sogenannte Jet-Lavage) gesäubert werden.

Unabhängig von der jeweiligen Prozedur können wiederholte chirurgische Wundsäuberungen notwendig werden.

Bei zugrunde liegender Erkrankung der Arterien oder Venen ist die chirurgische Wundsäuberung stets als Ergänzung zu einer Verbesserung der Durchblutung bzw. einer konsequenten Kompressionstherapie anzusehen.

Vakuumversiegelungstherapie:

Die Vakuumversiegelungstherapie hat sich in der Heilung chronischer Wunden als sehr effektiv erwiesen. Dabei wird die Wunde nach einer chirurgischen Wundreinigung mit einem speziellen Verband, bestehend aus einem großporigen Schwamm und einer Folie luftdicht abgedeckt. Über einen dünnen Schlauch wird Wundflüssigkeit kontinuierlich oder im Intervall in eine dazugehörige Pumpe abgeleitet, wodurch ein Unterdruck im Wundbereich entsteht, der die Durchblutung der Wunde verbessert und das geschädigte Gewebe zum Wachstum anregt.

Die Unterdruckbelastung der Wunde ist dabei regulierbar. Der Verband wird in der Regel alle 3 bis 5 Tage gewechselt, die Wunde dabei inspiziert, ggf. erneut chirurgisch gesäubert und der Schwamm und das Schlauchsystem ausgetauscht.

Die angeschlossene Pumpe schränkt allerdings die Beweglichkeit leicht ein und macht beim Absaugen ab und zu Geräusche, was manche Patientinnen und Patienten als störend empfinden.

Hyperbare Sauerstofftherapie:

Bei dieser Behandlungsmethode wird an der von der chronischen Wunde betroffenen Extremität mit Hilfe einer speziellen Kammer unter Überdruck 100% reiner Sauerstoff verabreicht.

Die Kombination von hundertprozentigem Sauerstoff und gleichzeitiger Anwendung von Überdruck ermöglicht sehr hohe „Sauerstoffdosierungen“ (Sauerstoffpartialdrücke) in Blut und Gewebe, was eine Reihe positiver Effekten auf die Wundheilung hat.
So kommt es zu einer Reduzierung der Wassereinlagerungen im Gewebe, zu einer Förderung der Blutgefäßneubildung (Angiogenese) und zu einer Verdrängung schädlicher Stoffwechselendprodukte und Giftstoffe.

Es gibt Hinweise, dass eine hyperbare Sauerstofftherapie die Wundheilung insbesondere bei einer Schädigung kleinster Blutgefäße (Mikroangiopathie), wie sie bei Zuckerkrankheit, einer chronischen Nierenerkrankung oder auch bei der Schaufensterkrankheit (Atherosklerose) vorkommt, verbessern kann.

Spalthautverpflanzung:

Wenn eine Wunde so groß ist, dass sie sich nicht von selbst schließen kann, kommt eine Spalthautverpflanzung (Spalthauttransplantation) infrage.
Dabei werden an einer gesunden Körperstelle, meistens dem Oberschenkel, die oberen Teile der Haut mit einem speziellen Gerät, dem sogenannten Dermatom, abgetragen und auf die saubere und vorbehandelte Wunde verpflanzt.
In der Regel beträgt die Dicke des Hautlappens 0,2-0,5mm.

Die abgetragene Haut hinterlässt an der Entnahmestelle nur eine oberflächliche „Schürfwunde“, die innerhalb von 2 bis 3 Wochen unter Auftragung spezieller Wundauflagen und Salben abheilt.

Um das entnommene Hautareal möglichst klein zu halten, wird die entnommene Haut vor der Verpflanzung mit Hilfe einer Messerwalze mit rautenförmigen Schnitten versehen. Daher wird das Behandlungsverfahren genau genommen als Maschen-Spalthautverpflanzung (Meshgraft) bezeichnet.

Dadurch können Flächen, die 1,5-3x so groß sind wie das entnommene Hautstück, abgedeckt werden. Zudem hat eine Maschen-Spalthautverpflanzung den Vorteil, dass Wundflüssigkeit durch die Öffnungen in der Haut abfließen kann. Die Maschen-Spalthaut heilt in der Regel sehr gut ein, indem die Lücken in der Haut mit eigener Haut „aufgefüllt“ werden.

Der Nachteil dieses Verfahrens ist, dass die Maschen auch nach Jahren als typisches Muster zu erkennen sind.

Wundauflagen:

Wunden sollten zum Schutz vor Reizung, Schmutz und Keimen mit speziellen Wundauflagen abgedeckt werden.

Klassischen Verbandmaterialien, wie Mull- und Gazekompressen sowie Vliesstoffe werden als inaktive Wundauflagen bezeichnet. Sie können zum Auftragen von desinfizierenden Lösungen und zur Reinigung der Wunde mit Kochsalzlösung verwendet werden.
Als Wundauflage saugen sie Blut und Wundsekrete auf, haben jedoch den Nachteil, dass sie bei stärkerer Flüssigkeitsabsonderung zu Verklebungen neigen und sich dann ggf. nur noch schwer und möglicherweise schmerzhaft von der Wunde ablösen lassen.

Da die Wundheilung bei feuchtem Milieu meist erleichtert ist, gibt es verschiedene, sogenannte interaktive Wundauflagen wie Hydrogele, Hydrokolloide, silber- oder alginathaltige Wundauflagen, Schaumstoffverbände, Folie und Gazen, um ein Austrocknen der Wunde zu verhindern.
Interaktive Wundauflagen bleiben meist für einige Tage auf der Wunde und sollten gewechselt werden, wenn sie sich erkennbar mit Wundsekret vollgesogen haben oder verrutscht sind.

Antibiotika:

Sieht ein Wunde infiziert aus oder können Bakterien in einem Abstrich der Wunde nachgewiesen werden, ist zusätzlich zur Wundversorgung eine Antibiotikagabe sinnvoll. Ob diese in Tablettenform oder in die Vene verabreicht werden, ist von der Schwere der Infektion und der Bakterienart abhängig. Meist werden gut gewebe- und knochengängige Antibiotika verwendet.

Dagegen ist ein Nachweis normaler bakterieller Hautflora in einer äußerlich nicht infiziert aussehenden Wunde kein Anlass für eine Antibiotikatherapie. Antibiotika sollten zum Schutz von bakteriellen Resistenzen und zum Schutz vor multiresistenten Keimen stets zurückhaltend verabreicht werden.

Schmerzbehandlung:

Chronische Wunden verursachen nicht selten chronische Schmerzen. Wir arbeiten daher mit dem „Service Douleur“ des Hôpital Kirchberg, bestehend aus spezialisierten Ärzten und Krankenschwestern zusammen um Ihre Schmerzen frühzeitig und optimal zu behandeln.

Information zu einer Erweiterung der Bauchschlagader

Sehr geehrte Patientin, sehr geehrter Patient,

wir möchten Ihnen einige Informationen zu der bei Ihnen vorliegenden Erweiterung der Bauchschlagader, dem sogenanntes Bauchaortenaneurysma, zur Verfügung stellen, so dass Sie sich auf die bei uns geplante Untersuchung oder Behandlung optimal vorbereiten können.

Allgemeines:

Von einer Schlagader-Erweiterung, einem sogenannten Aneurysma, spricht man, wenn der Gefäßdurchmesser mehr als das Doppelte des normal üblichen Gefäßdurchmessers beträgt.

Im Bereich der Hauptschlagader (Aorta) treten solche Aneurymsen am häufigstem im Bauchraum unterhalb der Nierenschlagadern auf (infrarenales Aortenaneurysma). Der normale Durchmesser der Bauchschlagader beträgt bis zu 2,5 cm.

Häufigste Risikofaktoren für die Ausbildung eines Aneurysmas sind Gefäßverkalkung (Arteriosklerose), Bluthochdruck, Rauchen und männliches Geschlecht. Seltener entstehen Aneurysmen infolge erblicher Bindegewebserkrankungen oder infolge von Infektionen.

Wie auch bei einem Luftballon, wird die Wand des Aneurysmas mit zunehmenden Durchmesser immer dünner und schwächer bis das Aneurysma letztendlich platzt. Dies geht nahezu immer mit einem lebensbedrohlichem Blutverlust einher.

Die Gefäßerweiterung entsteht in aller Regel sehr langsam über mehrere Jahre und wird von den Patientinnen und Patienten meist nicht bemerkt. Bis zu 80% der Betroffenen haben keinerlei Beschwerden. In manchen Fällen kommt es zu Bauch- oder Rückenschmerzen, was stets als Warnsignal für ein drohendes Platzen des Aneurysmas anzusehen ist.

Vorsorge:

Aufgrund der hohen Sterblichkeit bei einem Einriss der Bauchschlagader ist das oberste Ziel, ein Bauchaortenaneurysma frühzeitig zu erkennen, um eine entsprechende Behandlung einleiten zu können.

Eine einfache, schmerzlose, von Röntgenstrahlen freie, aber dennoch äußerst sichere Untersuchungsmethode ist die Ultraschalluntersuchung des Bauchraumes. Da Männer häufiger an einem Bauchaortenaneurysma erkranken, empfehlen Fachgesellschaften ein Screening bei folgenden Bevölkerungsgruppen:

  • Männern über 65 Jahren

  • Frauen über 65 Jahren, wenn diese aktuell rauchen oder in der Vergangenheit geraucht haben

  • bei Verwandten 1. Grades (Geschwister, Sohn/Tochter etc.) von Patientinnen und Patienten bei denen bereits ein Bauchaortenaneurysma festgestellt wurde

Gern bieten wir Ihnen diese hocheffiziente Untersuchung im Rahmen unserer Sprechstunden an. Sprechen Sie uns hierauf gern jederzeit an! Das Gute ist, wurde in einem Alter >65 Jahren ein solches Aneurysma ausgeschlossen, sind in der Regel keine weiteren Untersuchungen notwendig.

Bei Vorstufen eines Aneurysmas (2,5-3cm Durchmesser) oder bei Aneurysmen unter 5cm werden je nach Größe regelmäßige Kontrolluntersuchungen mittels Ultraschall oder eine ergänzende Computertomographie empfohlen.

Vorbeugung:

Spezielle Medikamente, welche der Entstehung eines Bauchaortenaneurysmas vorbeugen, existieren nicht.

Jedoch können Sie als Patientin und Patient durch eine gesunde Lebensführung, regelmäßige körperliche Aktivität, Gewichtsreduktion, eine optimale Blutdruckeinstellung und vor allem den Verzicht aufs Rauchen wesentlich dazu beitragen, die Entstehung eines Aneurysmas zu verhindern oder zumindest zu verlangsamen.

Behandlung:

Ob eine Behandlung notwendig ist, entscheidet sich anhand der Größe und der Wachstumsgeschwindigkeit des Aneurysmas: Ab einem Durchmesser von 5,5cm bei Männern bzw. 5,0cm bei Frauen oder bei einem Aneurysmawachstum von 5mm pro Jahr wird eine Behandlung empfohlen. Beim Vorhandensein von Bauch- oder Rückenschmerzen ist eine Behandlung unabhängig von der Größe angezeigt.

Die Art der Therapie richtet sich vorrangig nach der Gefäßanatomie, dem Patientenalter und den Nebenerkrankungen.

Dabei stehen im Wesentlichen zwei Therapieverfahren zur Verfügung:

Bei der offen chirurgischen Behandlung wird in Vollnarkose über einen Bauchschnitt die erweiterte Bauchschlagader oberhalb und unterhalb des Aneurysmas abgeklemmt, das Aneurysma aufgeschnitten und die Schlagader anschließend durch eine rohr- oder y-förmige Kunststoffprothese ersetzt. Die Form der Prothese richtet sich danach, ob neben der Hauptschlagader auch eventuell krankhaft veränderte Beckenarterien ersetzt werden müssen. Nach Einnaht der Kunststoffprothese wird der Blutstrom wieder freigegeben und der Bauch wieder verschlossen.

Diese Operation hat sich seit der ersten Durchführung im Jahre 1951 über Jahrzehnte etabliert und gilt auch heute noch als Standardeingriff.

Bei der seit Anfang der 90er-Jahre zur Verfügung stehenden zweiten Behandlungsmethode (endovaskuläres Verfahren), wird über beide Leistenschlagadern ein ummanteltes röhrenförmiges Drahtgeflecht (eine sogenannte Stentgraft-Prothese) unter Röntgendurchleuchtung in die Bauchschlagader eingebracht und in den, vor und nach dem Aneurysma befindlichen, gesunden Abschnitten der Hauptschlagader verankert. Die krankhaft veränderte Hauptschlagader bleibt in diesem Falle erhalten, die Aussackung selbst wird jedoch durch die Stentgraft-Prothese vom Blutfluss ausgeschlossen. Sitzt die Prothese korrekt, ist die Arterienwand anschließend keinem erhöhten Druck mehr ausgesetzt und droht nicht mehr zu platzen.
Für diese Behandlung steht uns dank einer Kooperationen mit dem Nationalen Institut für Kardiochirurgie und interventionelle Kardiologie (INCCI) einer der modernsten Röntgenanlagen in Europa zu Verfügung.

Die Vorteile der Stentgraft-Prothese gegenüber der offenen Operation liegen unter anderem in einer geringeren Belastung des Herz-Kreislauf-Systems, weniger ausgeprägter Schmerzen nach der Operation und einem kürzeren Krankenhausaufenthalt.

Der Nachteil der Stentgraft-Prothese besteht allerdings darin, dass bestimmte anatomische Voraussetzungen notwendig sind, weswegen ein Teil der Patienten nicht für diese Behandlungsform infrage kommt. Zudem sind engmaschige Nachkontrollen mittels Computertomographie und Ultraschall notwendig, da die Stentgraft-Prothese im Laufe der Zeit verrutschen oder undicht werden kann. In diesem Fall besteht auch wieder eine relevante Gefahr, dass das Aneurysma platzt und zum Tode führt.

Im Gegensatz dazu kann eine offene Operation aus chirurgisch-technischer Sicht zwar immer durchgeführt werden, jedoch sind nicht alle Patientinnen und Patienten aufgrund bestimmter Vorerkrankungen für diese Methode geeignet.

Wir beraten Sie gern welche Operationsmethode für Ihre Erkrankung in Betracht kommt!

Die offen-chirurgische Behandlung erfolgt stets in Vollnarkose. Nach der Operation sollten Sie 7-12 Tage Krankenhausaufenthalt einplanen. Wir empfehlen nach Entlassung aus dem Krankenhaus zudem eine Anschluss-Rehabilitation, um Ihre Mobilität und die körperliche Fitness weiter zu verbessern.

Die endovaskuläre Operationsmethode kann in Abhängigkeit von Alter, Nebenerkrankungen, Ausmaß der Aneurysmaerkrankung und Zustand der Leistengefäße in örtlicher Betäubung oder in Vollnarkose durchgeführt werden. Die meisten Patientinnen und Patienten favorisieren hierbei eine Vollnarkose. In aller Regel können Sie das Krankenhaus circa 5 Tage nach der Operation wieder verlassen. Aufgrund der kleinen Operationszugänge und der insgesamt schonenden Operationstechnik ist eine Anschluss-Rehabilitation meist nicht erforderlich.

Nachsorge:

Die Wundkontrollen – inklusive Zug der Hautfäden – erfolgen in der Sprechstunde der Chirurgin/des Chirurgen, die/der Sie operiert hat, in aller Regel etwa am 5-7. und 12-14. Tag nach der Operation. Die Termine erhalten Sie vor Entlassung automatisch. Duschen ist in der Regel erst nach Zug der Hautfäden erlaubt!

Normale körperliche Tätigkeiten und geringe sportliche Belastungen (z. B. Radfahren, Wandern) sind für gewöhnlich 2 Wochen nach einer Operation wieder gefahrlos durchführbar.

Auf stärkere körperliche Belastungen (schwere körperliche Arbeit, Sport, Schwimmen, Sauna etc.) sollten Sie nach einer offenen Operation 8 Wochen, nach einer endovaskulären Operation 4 Wochen verzichten.

Nach einer offenen Operation sind Nachuntersuchungen mittels Ultraschall meist ausreichend. Bei Beschwerden oder der Notwendigkeit einer genaueren Diagnostik kann auch eine Computertomographie mit Kontrastmittel erforderlich werden.

Nach einer endovaskulären Versorgung sind strukturierte Nachsorgeuntersuchungen alle 6 bis 12 Monate notwendig, um eine eventuelle Undichtigkeit der Stentgraft-Prothese frühzeitig erkennen zu können. Hierfür kommen eine Ultraschalluntersuchung oder eine Computertomographie mit Kontrastmittel in Betracht.
Im Falle einer Undichtigkeit wird abhängig vom Typ und Ausmaß individuell entschieden, ob eine weitere Operation erforderlich ist.

Im Regelfall benötigen Sie nach der Operation dauerhaft ein leichtes Blutverdünnungsmittel, einen sogenannten Thrombozytenaggregationshemmer (z. B. Cardioaspirin/Aspirin/ASS oder Clopidogrel/Iscover/Plavix).
Wenn auch vor der Operation bereits Blutverdünnungsmittel eingenommen wurden, zum Beispiel aufgrund einer Herzerkrankung, kann dieses Medikament meist einfach weiter eingenommen werden.
Ebenso wichtig sind eine optimale medikamentöse Blutdruckeinstellung und eine regelmäßige Kontrolle der Blutfettwerte. Gegebenenfalls wird Ihnen ein Fettsenker verordnet.

Information zu Durchblutungsstörungen der Beine

Sehr geehrte Patientin, sehr geehrter Patient,

wir möchten Ihnen einige Informationen zu der bei Ihnen vorliegenden Durchblutungsstörung der Beine zur Verfügung stellen, so dass Sie sich auf die bei uns geplante Untersuchung oder Behandlung optimal vorbereiten können.

Allgemeines:

Die Durchblutungsstörung der Beine, auch periphere arterielle Verschlusskrankheit oder „Schaufensterkrankheit“ genannt ist die häufigste gefäßmedizinische Erkrankung und daher von erheblicher Bedeutung. Durch Engstellen und Verschlüsse der Gefäße kann das Blut nicht mehr ungehindert fließen, was eine Unterversorgung des Beines mit Sauerstoff und wichtigen Nährstoffen zur Folge hat.

Risikofaktoren dieser Erkrankung sind Rauchen, Bluthochdruck, Zuckerkrankheit, erhöhte Blutfettwerte, Übergewicht, Bewegungsmangel und eine ungesunde Ernährung.

Beschwerdebild:

Die Erkrankung kann zunächst längere Zeit, auch Jahre symptomlos verlaufen, was dem ersten Stadium der Erkrankung entspricht. Typische Symptome des zweiten Erkrankungsstadiums sind muskelkaterartige Schmerzen in der Waden- oder Oberschenkelmuskulatur. Die Gehstrecke ist dadurch eingeschränkt.
Betroffene bleiben bei Auftreten der Schmerzen typischerweise stehen und warten bis die Beschwerden abgeklungen sind. Um in der Öffentlichkeit von der eigentlichen Ursache für das Stehenbleiben abzulenken, schauen sich die Betroffenen Schaufenster an, weswegen man im Volksmund von der sogenannten „Schaufensterkrankheit“ spricht. Das zweite Stadium wird dabei nochmals unterteilt in ein Stadium IIa mit einer schmerzfreien Gehstrecke von über 200 Metern und einem Stadium IIb mit einer schmerzfreien Gehstrecke von unter 200 Metern.

Die Gehstrecke, die schmerzfrei zurückgelegt werden kann, nimmt bei Progress der Erkrankung unweigerlich stetig ab. Schließlich treten die Schmerzen auch ohne Bewegung, also in Ruhe, vor allen Dingen nachts auf. Betroffene befinden sich dann im dritten Stadium der Erkrankung und lindern den Schmerz anfangs noch unbewusst, in dem sie das Bein aus dem Bett hinunter hängen lassen, was das Blutangebot im Fuß leicht verbessert.
Nichtsdestotrotz ist der in Ruhe auftretende Schmerz ein absolutes Warnsignal für eine kritische Minderdurchblutung des Beines und sollte zu einer unverzüglichen Vorstellung bei einer Fachärztin/einem Facharzt für Gefäßchirurgie führen.

Besonders problematisch wird es, wenn bei gleichzeitigem Vorhandensein einer Nervenstörung (Polyneuropathie), wie sie am häufigsten bei der Zuckerkrankheit (Diabetes mellitus) auftritt, Betroffene die Schmerzen in den Beinen und Füßen nicht spüren. Dann schreitet die Erkrankung unbemerkt ins vierte und letzte Stadium fort.
Hierbei kommt es zum Absterben des Gewebes. Schwarze und offene Stelle an den Zehen oder dem Fuß sind die Folge. Sollten sich Betroffene eine Wunde zugezogen haben, zum Beispiel bei der Fußpflege oder durch eine Bagatellverletzung, wird diese Wunde nicht abheilen.

Bei einer plötzlich auftretenden Verschlechterung oder nach vorausgegangenen Behandlungen können auch akute, starke Schmerzen im Bein, oftmals in Zusammenhang mit Kälte- und Taubheitsgefühl sowie Blässe auftreten. In diesem Fall sollte unverzüglich eine Ärztin/ein Arzt aufgesucht werden.

Diagnostik:

Die Diagnostik beinhaltet zunächst eine schmerzfreie Blutdruckmessung mit Berechnung des Knöchel-Arm-Index, eine Oszillographie und eine Ultraschalluntersuchung der betroffenen Extremität.

Je nach Ergebnis, Nebenerkrankungen und geplanter Therapie werden weitere Untersuchungen, wie eine Computertomographie oder eine Kernspintomographie ergänzt.

Bei schwerer Einschränkung der Nierenfunktion bieten wir die Möglichkeit einer sogenannten CO2-Angiographie an. Dies ist eine Darstellung der Arterien des Beines ganz ohne oder mit minimalen Mengen nierenschädlichen Kontrastmittels. Die Gefäße werden via Kohlenstoffdioxyd abgebildet.

Therapie:

Als Therapie kommen eine offen chirurgische Behandlung ("Ausschälplastik" des Gefäßes), eine Gefäßaufweitung mittels Ballon-Kathetern (Ballon-Angioplastie), ggf. mit Einbringen einer Gefäßstütze (Stent-Angioplastie), eine Durchtrennung des Sympathikusnervs (Sympathikolyse) und Linderung der Symptome durch schmerzstillende und durchblutungsfördernde Medikamente infrage.

Der Erhalt der Extremität und damit der Mobilität ist das höchste Ziel einer erfolgreichen Therapie! Je früher die Erkrankung erkannt wird, desto höher ist die Wahrscheinlichkeit, die Gehfähigkeit langfristig zu verbessern und zu bewahren.

Bei noch erhaltener längerer Gehstrecke von z. B. mehreren hundert Metern kann die Behandlungsmethode zunächst auch rein konservativ mit Medikamenten und einem sogenannten strukturiertem Gehtraining sein. Wenn die Steigerung der Gehstrecke für Betroffenen dennoch unzureichend ist, kann eine invasive Therapie erwogen werden.

Dabei gilt als Grundsatz stets: Nicht zu früh und zu ausgedehnt operieren, da die Erkrankung selbst unter optimaler medikamentöser Therapie stetig fortschreitet und die operativen Möglichkeiten an einem Bein prinzipiell begrenzt sind.

Wird die Erkrankung erst in einem späten Stadium diagnostiziert und sind bereits offene Stellen am Fuß vorhanden, ist die Wahrscheinlichkeit einer Amputation in den Folgejahren bedauerlicherweise sehr hoch.

Ein wichtiger Bestandteil der Therapie ist auch die konsequente Kontrolle und Optimierung der Risikofaktoren, also eine gute Blutdruck- und Blutzuckereinstellung, eine Senkung erhöhter Blutfettwerte, eine Gewichtsreduktion und Bewegungssteigerung sowie am allerwichtigsten ein striktes Rauchverbot!

Auch muss die Schaufensterkrankheit als eine „Markererkrankung“ für andere Leiden, wie eine Herzkranzgefäßverengung (koronare Herzerkrankung) und eine Verkalkung der Halsschlagader angesehen werden. Patienten mit einer fortgeschrittenen arterielle Verschlusserkrankung der Beine haben ein hohes Risiko in den Folgejahren einen Herzinfarkt oder einen Schlaganfall zu erleiden. Wir bitten Sie inständig sich dieser Tatsache stets bewusst zu sein und Ihre Erkrankung ernst zu nehmen!

Über einfache Fragen und diagnostische Mittel, wie eine Ultraschalluntersuchung der Halsgefäße können diese Erkrankungen erkannt und gleich mitbehandelt werden! Hierbei arbeiten wir eng mit Angiologen, Diabetologen, Kardiologen und Neurologen zusammen.

Zusammen mit Ihnen tun wir alles um Ihr Bein und Ihre Mobilität, Ihre Eigenständigkeit und Ihre Selbstbestimmtheit möglichst lange zu bewahren!

Information zur einer Operation an den Krampfadern

Sehr geehrte Patientin, sehr geehrter Patient,

wir möchten Ihnen einige Informationen zur Verfügung stellen, so dass Sie sich auf die bei Ihnen geplante Krampfader-Operation optimal vorbereiten können.

Beratungsgespräch bei Ihrer Fachärztin/Ihrem Facharzt:

Bei einem ausführlichen und vertrauensvollen Beratungsgespräch inklusive einer schmerzlosen Ultraschalluntersuchung der Venen erfahren Sie alles Wissenswerte über die notwendige Vorbereitung, den Ablauf der Operation, die Nachsorge sowie mögliche Risiken und Komplikationen des geplanten Eingriffs. Sollten weitere Fragen auftreten, können Sie uns selbstverständlich gern erneut kontaktieren.

Nachdem wir all Ihre Fragen umfassend beantwortet haben, benötigen auch wir einige wichtige Informationen von Ihnen, um den anstehenden Eingriff optimal planen zu können.

Folgende Fragen sollten Sie beantworten können:

  • Wurden Sie in der Vergangenheit bereits an den Krampfadern operiert? Wenn ja, wann und was genau wurde durchgeführt?

  • Wie steht es um Ihre Gesundheit? Informieren Sie uns über eventuelle Erkrankungen, Unfälle oder chronische Leiden. Besteht eine akute Infektion (COVID, Hepatitis, Grippe)?

  • Nehmen Sie regelmäßig Medikamente? Wenn ja, welche und in welcher Dosierung?

  • Nehmen Sie Medikamente zur Blutverdünnung ein? Wenn ja, welche und in welcher Dosierung?

  • Leiden Sie unter Allergien?

  • Haben Sie Blutgerinnungsstörungen?

Prästationäre Vorbereitung:

Noch vor Ihrer Operation erhalten Sie von uns auf dem Postwege ein Rezept für Oberschenkel-Kompressionsstrümpfe der Kompressionsklasse II, welche Sie im medizinischen Fachhandel nach Maß anfertigen lassen können. Diese Kompressionsstrümpfe müssen vor der Operation noch nicht getragen werden. Allerdings bitten wir Sie die Kompressionsstrümpfe unbedingt zu Ihrer Operation in das Krankenhaus mitzubringen.

Darüber hinaus erhalten Sie von uns Rezepte für eine Blutuntersuchung und einen COVID-PCR-Test (kann sich je nach aktueller Infektionslage ändern). Von der Narkosemedizin des Klinikums werden Sie über einen Termin zur Narkoseaufklärung informiert. Zu diesem Termin bitten wir Sie die Blutwerte mitzubringen.

Der COVID-PCR-Test muss 24-48 Stunden vor Ihrer Aufnahme im Krankenhaus erfolgen. Das negative Ergebnis bringen Sie bitte als Ausdruck oder digital zur Ihrer Aufnahme ins Krankenhaus mit. Sollte der Test positiv ausfallen, bitten wir Sie zu Hause zu bleiben und uns umgehend telefonisch über das positive Testergebnis zu informieren. Wir werden schnellstmöglich einen Ersatztermin für Ihre Operation organisieren.

Wir senden Ihnen zudem einen chirurgischen Aufklärungsbogen über die operative Maßnahme zu. Wir bitten Sie sich diesen Bogen eingehend durchzulesen und auszufüllen. Bitte bringen Sie den Aufklärungsbogen unbedingt zur Operation mit. Sollten noch Fragen bestehen, klären wir diese selbstverständlich noch vor Ihrer Operation.

Der Operationstag und verschiedene Operationsmethoden:

Die Operation erfolgt in der Regel ambulant. Dies bedeutet, dass Sie am Morgen der Operation nüchtern ins Krankenhaus kommen und am selben Tage, etwa vier Stunden nach der Operation das Krankenhaus wieder verlassen dürfen. Bitte bedenken Sie, dass Sie am Operationstag nicht selbstständig Auto fahren dürfen.

Bei bestimmten Vorerkrankungen, spezieller Medikamenteneinnahme (insbesondere Blutverdünnungsmedikamente), bestimmten Krampfaderoperationen in der Vorgeschichte oder auf Ihren Wunsch führen wir die Operation unter stationärer Aufnahme ins Krankenhaus durch. Dabei werden Sie am Vortag der Operation nachmittags stationär aufgenommen. Die Entlassung erfolgt in aller Regel am ersten Tag nach der Operation.

Um ein optimales ästhetisches Ergebnis zu gewährleisten, werden vor der Operation die Krampfadern im Stehen angezeichnet. Die Operation selbst findet in Vollnarkose statt, so dass Sie beim Eingriff keine Schmerzen verspüren werden.

Beim sogenannten Venenstripping nach Babock werden die funktionsuntüchtigen Abschnitte der Stammvene, die sich vom Fuß bis zur Leistengegend bzw. bis zum Knie erstreckt, entfernt.
Die Operation selbst beginnt mit einem Schnitt in der Leistengegend oder in der Kniekehle. Alle oberflächlichen Venen, die in die tieferen Venen einmünden, werden abgebunden. Anschließend wird über einen winzigen Schnitt am Knöchel, Unter- oder Oberschenkel (über dem sogenannten unteren Insuffizienzpunkt, also dem tiefsten Punkt der Funktionsuntüchtigkeit der Venenklappen) eine Sonde in den erkrankten Abschnitt der Vene eingeführt und die funktionsuntüchtigen Abschnitte der Stammvene dann gezogen.

Seitenast-Krampfadern werden über eine sogenannte Miniphlebelomie mittels kleinster Einstiche der Haut entfernt.

Bei der Radiofrequenzablation wird dem Patient/der Patientin zum Hitzeschutz und zur lokalen Betäubung, zunächst eine sogenannte Tumeszenzanästhesie (Gemisch aus Kochsalzlösung und örtlichem Betäubungsmittel) in das Unterhautfettgewebe appliziert.
Anschließend wird die Stammvene am Knöchel oder Unterschenkel mit einer feinen Nadel punktiert, um den Katheter einzuführen. Dieser Katheter gibt von seiner Spitze aus Radiofrequenz-Energie in die Venenwand ab, erhitzt diese bis zu 120 Grad Celsius und bewirkt dabei, dass sich das Gefäß zusammenzieht und schrumpft. Auf diese Weise verschließt sich die Vene und ein Blutrückfluss ist nicht mehr länger möglich.
Während der Operation wird die Position des Katheters mittels Ultraschall überprüft, so dass ein Vorschub des Katheters in das tiefe Venensystem und damit eine Hitzeschädigung desselbigen konsequent vermieden wird.

Die Wunden in Leiste und Kniekehle sowie am Knöchel werden in der Regel vernäht, kleinere Stiche nach Entfernung von Seitenast-Krampfadern werden nur mit Wundnahtstreifen (Steristrips) verklebt.

Im Anschluss an die Operation wird das operierte Bein noch in Narkose straff elastisch gewickelt. Drainagen zur Ableitung von Wundflüssigkeit werden für gewöhnlich nur bei komplexen Eingriffen oder mehrfachen Voroperationen an den Krampfadern eingelegt.

Nach der Operation werden Sie vom Anästhesisten noch 4 Stunden im Aufwachraum überwacht und anschließend entlassen oder auf die Station verlegt.

Sie können bereits kurze Zeit nach der Operation wieder essen und trinken. Am Tag der Operation sollten Sie bereits aufstehen und – soweit es schmerzbedingt toleriert wird – auch bewegen.

Vor der Entlassung kontrolliert Ihre Chirurgin/Ihr Chirurg die Operationswunden und beantwortet Ihre Fragen zur Operation. Zudem wird die elastische Wicklung entfernt und die von Ihnen mitgebrachten nach Maß angepassten Kompressionsstrümpfe der Klasse II angelegt. Bei einer Operation mit Übernachtung im Krankenhaus erfolgt am ersten Tag nach der Operation ein Verbandswechsel mit Wundkontrolle und gegebenenfalls der Zug einer Drainage.

Nachsorge:

Sie erhalten von uns Rezepte über Pflaster, Schmerzmittel und Spritzen zur Vorbeugung einer Thrombose (Heparin-Spritzen). Die Heparin-Spritzen müssen noch weitere 10 Tage nach der Operation verabreicht werden. Die Applikation ist einfach und wird in der Regel rasch erlernt. Das Pflegepersonal unterstützt Sie dabei und leitet Sie an. Zögern Sie nicht uns anzusprechen, falls Sie sich eine Selbstapplikation der Spritzen nicht zutrauen. In diesem Falle stellen wir Ihnen gern ein Rezept für einen ambulanten Pflegedienst aus.

Die Pflaster in der Leiste und der Kniekehle sind täglich zu wechseln. Die Pflaster über den kleineren Stichen nur bei stärkerer Durchtränkung mit Blut oder Wundsekret. Die Wundnahtstreifen (Steristrips) sollten, insofern diese nicht von allein abfallen, belassen werden.

Die Schmerzmittel sollten beschwerdeabhängig eingenommen werden. Die Kompressionsstrümpfe sind konsequent für 7 Tage tags- und nachtsüber zu tragen, anschließend für weitere 5 Wochen nur noch tagsüber. Die Kompressionstherapie ist ein enorm wichtiger Bestandteil des Therapieerfolges und nicht zu unterschätzen!
Das Duschen ist in der Regel erst nach Zug der Hautfäden erlaubt!

Die Wundkontrollen inklusive Zug der Hautfäden erfolgen in der Sprechstunde der Chirurgin/des Chirurgen die/der Sie operiert hat, in aller Regel etwa am 5-7. und 12-14. Tag nach der Operation. Die Termine erhalten Sie vor Entlassung automatisch.

Sollten in den ersten Tagen nach der Operation Fieber, Schüttelfrost sowie starke Schmerzen oder Flüssigkeitsabsonderungen im Wundbereich auftreten, kommen Sie nach kurzer telefonischer Rücksprache über unser Sekretariat zu einer Kontrolle bei uns vorbei.

Normale körperliche Tätigkeiten und geringe sportliche Belastungen (z. B. Radfahren, Wandern) dürfen soweit möglich sofort nach der Operation wieder aufgenommen werden. Alles, was nicht als schmerzhaft empfunden wird, ist erlaubt. Auf extreme körperliche Belastungen (schwere körperliche Arbeit, Sport, Schwimmen, Sauna etc.) sollten Sie 2 bis 4 Wochen verzichten.

Alltagstätigkeiten und Berufe in vorrangig sitzender Position können für gewöhnlich eine Woche nach einer Operation wieder verrichtet werden.
Bei stehenden oder körperlich anstrengenden Berufen beträgt die Ausfallzeit bis zu 14 Tage.

Direkte Sonneneinstrahlung und Solarium sollten für 6 Wochen gemieden werden, da es andernfalls zu kosmetisch unschönen Hyperpigmentierungen (bräunlichen Verfärbungen) im Bereich der Narben kommen kann.

Je nach individueller Verträglichkeit können die angepassten Kompressionsstrümpfe auch nach Abschluss der 6 Wochen weiter getragen werden. Ein Zuviel an Kompressionstherapie gibt es prinzipiell nicht und je ausgeprägter das Krampfaderleiden vor der Operation war, desto sinnvoller ist ein langfristiges Tragen der Kompressionsstrümpfe. Zudem empfehlen wir das Tragen der Kompressionsstrümpfe bei längeren Autofahrten oder Flugreisen zur Reduzierung der Wasserablagerungen in den Beinen und zur Thrombosevorbeugung.

Regelmäßige Nachsorgekontrollen mittels Ultraschall sind nach einer Krampfaderoperation für gewöhnlich nicht notwendig.
Da die Veranlagung zur Entwicklung von Krampfadern jedoch weiter besteht, ist es nicht selten, dass erneut, wenn auch in aller Regel geringer ausgeprägt, Krampfadern entstehen.
Sollten nach Monaten oder Jahren bei Ihnen erneut kosmetisch störende oder promblematische Krampfadern (mit Thrombosen, Entzündungen, Blutungen) auftreten, stellt eine erneute Krampfaderoperation kein Problem dar.
Kontaktieren Sie uns daher gern!

Ausbildung

Aufgrund des umfangreichen Behandlungsspektrums besitzen wir am Hôpitaux Robert Schuman die volle Weiterbildungsermächtigung für den Ausbildung zum Facharzt für Gefäßchirurgie, erteilt durch die Ärztekammer des Saarlandes (Deutschland).

Das Hôpitaux Robert Schuman ist darüber hinaus akademisches Lehrkrankenhaus der Medizinischen Fakultät Mannheim der Universität Heidelberg (Deutschland) und der Medizinischen Universität Innsbruck (Österreich). In diesem Rahmen können deutsche und österreichische Medizinstudenten einen Teil ihres letzten Studienjahres („Praktisches Jahr“) in der Abteilung für Gefäßchirurgie des Hôpital Kirchberg absolvieren.

Ebenso kann ein Teil der spezifischen Ausbildung in Allgemeinmedizin (Formation Spécifique en Médecine Générale, FSMG) an der Universität Luxemburg in der Abteilung für Gefäßchirurgie des Hôpital Kirchberg absolviert werden.

  • Ärztekammer Saarland
  • Medizinische Fakultät Mannheim der Universität Heidelberg
  • Medizinische Universität Innsbruck
  • Universität Luxemburg